04 | 2023
7/10

Mit oder
ohne Batterie?

Für den Wocheneinkauf, die Urlaubsreise oder den Weg zur Arbeit – so flexibel wie mit einem Auto sind wir mit keinem anderen Verkehrsmittel. Ob wir dabei mit oder ohne elektrischen Antrieb unterwegs sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Wer auf ein Auto angewiesen ist, überlegt sich heute gut, welchen Antrieb das eigene Gefährt haben soll – Verbrenner fallen langfristig in die Kategorie Auslaufmodell, Elektroautos werden immer beliebter. Schon jetzt sind Letztere sogar häufig günstiger als Benziner oder Dieselfahrzeuge, wenn man alle Kosten betrachtet: Es gibt einen staatlichen Umweltbonus und die Wartungskosten sind niedriger. Außerdem ist Ladestrom günstiger als Sprit. Obwohl E-Autos aufgrund der wenigen Verschleißteile seltener in die Werkstatt müssen, sind die Reparaturkosten laut dem Allianz Zentrum für die Technik allerdings um zehn Prozent teurer als beim Benziner oder Diesel. Auch der Preis für die Vollkaskoversicherung liegt aufgrund des höheren Kaufpreises oft über dem Preis für Verbrenner. Allerdings hängt es von der Versicherung ab: Einige bieten Sonderkonditionen an, mit denen Stromer je nach Modell sogar günstiger wegkommen.



Umweltbonus Noch bis zum Jahresende gibt’s für E-Mobile bis 40.000 Euro Nettolistenpreis 4.500 Euro Umweltbonus vom Staat. Dazu kommt ein Herstellerzuschuss von bis zu 2.250 Euro. Ab 2024 sinkt der Umweltbonus auf 3.000 Euro. Die Hersteller geben dann noch 1.500 Euro dazu.


Ob sich der Wechsel im Einzelfall lohnt, hängt auch vom Modell, der Antriebsart, dem Fahrstil und der jährlichen Kilometerleistung ab. Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 11.085 Kilometern im Jahr und den durchschnittlichen Preisen für öffentlichen Ladestrom, für Ladestrom an der Wallbox sowie für Diesel und Benzin (Stand: Frühjahr/Sommer 2023) sparen Stromer bares Geld: Auf 100 Kilometer kostet ein daheim geladenes E-Auto mehr als 6 Euro weniger als ein Benziner und fast 4 Euro weniger als ein Diesel. Das ergaben Berechnungen des Verbraucherportals Check24. Wer sich von möglichen Energiepreisschwankungen unabhängig machen möchte, kann mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach seinen eigenen Strom für die Wallbox zu Hause erzeugen und damit das E-Auto bequem vor der Haustür laden. Und nicht zu vergessen: Auch mit dem E-Auto kann man mittlerweile weitere Strecken zurücklegen. Moderne Modelle haben eine Reichweite von über 500 Kilometern.